Nach sieben von neun Runden sah es für Hagen wirklich sehr gut aus: Führung mit einem halben Punkt Vorsprung im Kandidatenturnier der DEM 2025, also das Vorturnier zur Meisterklasse bei der Deutschen Einzelmeisterschaft, in diesem Jahr in München ausgetragen.

Als Startranglistendritter im Turnier nach Schweizer System gewann Hagen seine Partie aus der 1. Runde und traf in Runde 2 auf den späteren Turniersieger, der sich eine kleine Ungenauigkeit erlaubt, wohl schon in Zeitnot. Es wird dessen einzige Niederlage werden.

Leider gab es schon in Runde 3 einen Rückschlag für unseren mehrfachen Deutschen Pokalsieger:

Anschließend gelangen ihm drei Siege in Folge gegen die starken jungen Nachwuchskräfte Besou, Glöckler und Hagner, was sonst keinem im Turnier gelingen konnte:

Gegen IM Alexander Krastev gab es ein schnelles Remis nach 23 Zügen, garniert mit Tabellenplatz 1 und der Tisch schien gedeckt. Nach Bekanntgabe der Auslosung für die nächste Runde hatte ich mir schon Gedanken zum Bericht über einen Turniersieg gemacht. Doch der eher nach ELO leichtgewichtige FM Georg Braun machte ihm (und mir) einen Strich durch die Rechnung. Eine eher unglückliche Niederlage:
In der Schlussrunde traf Hagen noch an den an Eins gesetzten ukrainischen GM Maxim Wawulin.
Alle Versuche auch in einer Seeschlange Platz 2 zu retten scheiterten, und die Partie endete nach 136 Zügen mit einem Remis.

Hagens neun Partien waren ausschließlich gegen Gegner aus den Top 12 der Endtabelle, und bis auf seinen Erstrundengegner waren die auch in der Startrangliste dort zu finden. Dass drückt sich in der Endtabelle natürlich auch nieder, denn sowohl erste wie auch zweite Feinwertung sind Höchstwerte im Turnier:

vor weiteren 20 Teilnehmern. Quelle der Tabellen: chess-results.com
Herzlichen Glückwunsch zu diesem starken Turnierergebnis, wenn auch ohne den großen Erfolg mit Platz 1

Foto: (c) Frank Binding
