Ein in der Schlussrunde völlig offener Kampf um die vordersten Plätze sorgte für Spannung bei der Hessischen Schnellschachmeisterschaft in Bruchköbel.
Fünf Großmeister nahmen den Kampf gegen Igor, unsere Schnellschachmaschine und seit gestern auch Hessens bester Blitzer, auf. Ein schneller Blick auf den Endstand:

Mit Großmeister Vitaly Kunin fand das Turnier seinen verdienten Sieger, als Nachfolger von FM Marian Can Nothnagel, der in diesem Jahr nicht teilnahm.
Kunin, zuletzt wenig vom Glück verfolgt, spielte ein sauberes Turnier und erreichte mit 8 aus 9 das beste Resultat aller Teilnehmer.


Igor, stets vorne mit dabei, führte teilweise das Feld an. Auch er blieb wie Kunin ungeschlagen, hatte aber ein Remis mehr in der Endabrechnung. Wie der neue Champion wurde Igor alleiniger Zweiter.
In Summe mit dem Turniersieg vom Vortag die beste Gesamtleistung!
Stefan war zu Beginn der 8. Runde noch in der Spitzengruppe zu finden, verlor dann aber in dieser Runde an Tisch 3 mit Schwarz seine einzige Partie gegen GM van den Doel.
Ein Remis in der Schlussrunde gegen den starken, aber titellosen Martin Heider brachte in der Endabrechnung Platz 23 ein.


Adrian spielte eine solide Leistung und mit 3,5 aus 9 Partien erreichte er eine etwas bessere Platzierung als seine Startranglistenposition.
Drei Remis und zwei Siege, einer davon gegen einen starken Verbandsligaspieler, sind in dem schwer zu spielenden Teilnehmerfeld eine beachtliche Leistung!
Und falls mal jemand fragen sollte, wer den Werner-Adolar-Falck-Ehrenpreis dieses mal gewonnen haben könnte, wäre die Antwort: GM Erik van den Doel.
Und für welche Leistung?
Für den erfolgreichsten, remisfreudigsten Spieler im Turnier.
Nerd-Wissen: war ich auch mal, aber das ist lange her:-)

Das Follow Up zur tags zuvor veranstalteten Hessischen Blitz- Einzelmeisterschaft präsentierte sich als Ganztagesbeschäftigung bei neun Runden Schweizer System, die pro Umlauf also etwas mehr als eine Stunde Zeit benötigte.
Der gastgebende Bruchköbler Schachverein bot dem Landesverband und seinen Teilnehmern in der klimatisierten Halle ausgezeichnete Spielbedingungen, so dass es nur zu wenigen Einlassungen der Schiedsrichter geben musste.
Den einen oder anderen aus den beiden Turniertagen wird man Anfang September bei der Karbener Stadtmeisterschaft in der Wetterau wieder antreffen können, sicherlich auch tief im Süden beim Bensheimer Active Chess Open.
