Mit der Meldung von Nationalspieler und Großmeister Dmitrij Kollars, ELO deutlich über 2600, zur Teilnahme am Schlosspark Open am Biebricher Schlosspark zerstoben schon recht früh die Hoffnungen zweier weiterer Großmeister und Rekordtitelträger der vergangenen Jahre auf einen weiteren Turniersieg.
Als titelloser Teenager war Dmitrij Kollars bereits 2015 am Schlosspark erschienen und zur Überraschung aller gewann er. Das erinnerte sofort ein wenig an die jungen, ebenfalls titellosen Wilden aus den frühen 80er Jahren, als sich zunächst Ulrich Falk aus Bensheim im allerersten Schlosspark Open im Jahr 1981 gegen Großmeister Ostojic durchsetzte. Ähnliches gelang drei Jahre darauf dem heutigen Noch-Bahnkonzern-Chef Richard Lutz, damals noch der Ricky aus Miesenbach, wie Helmut Pfleger es einst formulierte. Doch zurück in die Gegenwart!

Neben Hagen war nur ein weiter Heusenstammer im Turnier, doch Maksim schied schon nach der ersten Runde aus. Doch das alleine war sicher nicht der Grund, dass Hagen „nur“ auf Platz 3 das Turnier beendete.
Da der Gegnerschnitt in der Feinwertung nach den Punkten die nächstgrößere Rolle spielt, hatte Hagen hier durch ein frühes Remis in Runde 3 die schlechteren Karten. Wer den dicksten Fisch im Teich erwischte, also GM Kollars, hatte natürlich immer die Chance auf eine Bombenzweitwertung.
So wie Igor Khenkin, der dadurch noch vor Hagen landete.
Seinem Gesicht ist abzulesen, was er von der ermittelten Paarung, also Schwarz gegen Kollars, und dem ihm zugewiesenen Platz hält: auf der Bühne ist es ihm zu warm.
Doch das schnelle Remis zauberte ihm wieder ein Lächeln ins Antlitz und der Sieg in der Schlussrunde am Nachmittag brachte ihm gar Platz 2 ein.
Na also, geht doch!


Und da haben wir denn auch den Turniersieger, mittlerer Weile Großmeister und kein Teenager mehr. Aber einer der Topspieler in Deutschland.
Und nun auch zweifacher Sieger am Biebricher Schlosspark.
Na, wer weiß, vielleicht war das nicht der Letzte…
Und natürlich darf ein Foto von der Siegerehrung nicht fehlen. Einzig Marius Fritz aus Fulda fehlt auf diesem Bild:

Ein besonderes Foto für mich, denn immerhin sind da vier Frankfurter Stadtmeister auf der Bühne versammelt!
Nun haben wir Ende August, Anfang September, d.h. die neue Saison beginnt. Für mich war es eine gute Vorbereitung auf das Heusenstammer Open im November, das mehr als doppelt so viele Spieler anzieht. Ist halt auch mehr Platz am Martinsee. Bald schon werden wir die 300er Marke in der Teilnehmerliste geknackt haben.
Damit mir nicht langweilig wird, und andere vor der ersten Partie an einem Mannschaftskampf- Wochenende noch etwas Übung bekommen, habe ich schon am kommenden Sonntag das nächste Turnier auf der Liste, die Karbener Stadtmeisterschaft in der Wetterau. Ein siebenrundiges Schnellschachturnier mit starker Besetzung und einem starken Quartett aus Heusenstamm am Start: Igor, Stefan, Klaus und Markus!
